Corps Silesia

 

Das Haus - Villa "Hirsch"

Das Haus, die ehemalige Villa "Hirsch", ist als Einzeldenkmal bei der unteren Denkmalschutzbehörde geführt. Der repräsentative Eingang auf der Ost - Straßenseite des Hauses wird nur bei offiziellen Feiern des Mieters des EG geöffnet. Der Eingang zum Haus in das EG und das 1. OG liegt auf der Rückseite (Westseite) und ist über die Zufahrt und den großen Parkplatz zu erreichen.

Westlich des Parkplatzes erstreckt sich ein zum Hause gehörender Park von mehreren tausend Quadratmetern, der besonders im Sommersemester zum Arbeiten im Freien einlädt. Das Wohnen in dieser ruhigen, doch stadtnahen Villa hat eine besondere Qualität und Individualität.

Geschichte des Hauses

Das Haus wurde auf der Westseite der Gubener Straße mit großem Hanggrundstück vom ersten in Frankfurt amtierenden Regierungspräsidenten als Sommerhaus aus einem Wohnhaus umgebaut.

"Um 1830 nach dem Vorbild der in Potsdam und Berlin beliebten Turmvillen entstandener zweigeschossiger, ursprünglich siebenachsiger Putzbau mit Drempel und flachem Satteldach. Der dreiachsige Mittelrisalit betont die Fassade. Der Risalit bestimmt im Obergeschoss ein kräftig ausgebildetes Sohlbankgesims und ein die Gebäudemitte betonendes, architektonisch gerahmtes Fenster mit Balustrade. Hier ist eine breite Veranda mit schmiedeeisernem Brüstungsgitter zwischen Sandsteinpfeilern auf bogengegliedertem Unterbau aus Feldsteinmauerwerk vorgesetzt. Eine breite Treppe, deren hohe Postamente Vasen bekrönten, führt in den Vorgarten." (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, S.218)

Der Kaufmann Emil Hirsch aus Berlin veranlasste 1914 einen weit reichenden Umbau im Inneren nach den Entwürfen des Architekten A. Rebinger aus Berlin. Auf der Nordseite des Grundstücks entstand ein kleines verputztes Nebengebäude mit Mansarddach und zwei Fledermausgauben.

Während der DDR Zeit wurde die Villa "Hirsch" als Hygieneinstitut und nach der Wende von der Stadt Frankfurt von verschiedenen Behörden genutzt. Im Jahr 2000 hat der Verein "Drei Kronen" e.V. die Villa gekauft und das erste Obergeschoss als Studentenwohnheim  umgebaut.

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